Wann sollte man nach Madagaskar reisen? Was ist die beste Zeit, um die größte der afrikanischen Inseln zu besuchen?
Madagaskar ist die größte Insel Afrikas und die viertgrößte der Welt. Sie liegt im Indischen Ozean, vor der südwestlichen Küste Afrikas und wird durch den Mosambik-Kanal von Festland getrennt.
Die Insel ist eines der einzigartigen Ziele für Naturliebhaber, mit ihren vielfältigen Landschaften, die die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zonen zeigen.
Üppige Wälder, sanfte Hügel, flache Lagunen und Weiden bilden wunderschöne Szenarien, bereichert durch eine weltweit einzigartige Tierwelt, in der Exemplare von mittlerweile ausgestorbenen Tierarten überleben.
Die Küsten bestehen aus langen, weißen und goldenen Stränden - mit riesigen Palmen im Hintergrund, die sich mit Buchten und Einbuchtungen abwechseln - und wunderschönen Unterwasserlandschaften, insbesondere im südlichen Teil der Insel. Dieser Teil ist besonders bekannt für seine reichen und ausgedehnten Korallenriffe.
Wann sollte man nach Madagaskar reisen? Klima und Temperaturen
Das Klima von Madagaskar ist subtropisch, obwohl aufgrund der Vielfalt des Terrains die klimatischen Bedingungen der Insel variieren und je nach Region unterschiedlich sind.
Im Zentrum der Insel gibt es ein großes Hochland, das eine Höhe von 1500 Metern erreicht, wo sich das Massiv von Tsaratanana befindet.
Dieses Hochland besteht aus vielen vulkanischen Erhebungen, die sich mit steilen Hängen im östlichen Teil und sanften Hügeln und Ebenen im westlichen Teil der Insel absenken.
In diesem Gebiet ist der Boden von einer intensiv roten Farbe geprägt, aufgrund des hohen Eisenanteils, weshalb die Insel als "Rote Insel" oder "Rotes Kontinent" bezeichnet wird.
Auf dem Hochland ist das Klima kühl, aber niemals kalt, nachts erreichen die Temperaturen 8/10 Grad, während sie tagsüber nie unter 18/22 Grad fallen.
In den Monaten April und Mai bietet das zentrale Gebiet der Insel die schönste Aussicht. Nach der Regenzeit präsentiert sich die Natur üppig und grün und bietet den Reisenden einzigartige Anblicke.
Im östlichen Teil von Madagaskar befinden sich Regenwälder, hier ist das Klima feucht und regnerisch (es gilt als tropisch oder äquatorial), beeinflusst von den Strömungen des Indischen Ozeans und den Passatwinden. Der Regenwald hat die höchste Anzahl an Tier- und Pflanzenarten der gesamten Insel.
Im westlichen Teil finden wir hingegen ein trockeneres Klima, das durch eine Vegetation aus Laubwäldern gekennzeichnet ist. An dieser Seite stehen die besonderen Bäume, die "Säulenbäume" oder "Baum des Lebens" genannt werden, die Baobabs sind riesige Bäume mit einem hohen Stamm, der bis zu 25 Meter erreichen kann und in dem bis zu 6000 Liter Wasser gespeichert werden können.
Im südlichsten Teil der Insel wird das Klima dagegen fast arid mit einer Vegetation aus Wäldern und dornigen Büschen (spyni forest).
Welche sind die besten Monate, um nach Madagaskar zu reisen?
Wie alle Regionen mit tropischem Klima hat Madagaskar nur zwei Jahreszeiten: den astronomischen Sommer und den astronomischen Winter.
Der astronomische Sommer dauert von Oktober bis März und in dieser Zeit ist das Klima heiß mit Temperaturen um die 35/40 Grad. Während des Sommers können einige Regionen des Landes von heftigen Regenfällen und Zyklonen betroffen sein, was Straßen und Wege nahezu unpassierbar macht.
Der astronomische Winter hingegen fällt in die Zeit von April bis Dezember mit Temperaturen zwischen 25 und 28 Grad im Hügel- und Küstenbereich, und wie bereits erwähnt, wird es auf den Hochländern kühler.
Die beste Zeit, um die Insel zu besuchen, ist zweifellos in den Monaten Juni, Juli und August. In dieser Zeit sind die Regenfälle fast nicht existent, die Temperaturen sind mild selbst in den Hochländern.
Auch September und Oktober sind perfekte Monate für Besuche, besonders für diejenigen, die neben den natürlichen Schönheiten auch einen Strandurlaub an den langen, sonnigen Stränden der Insel genießen möchten.