Chemnitz, November 2017: Ein besonderer Moment für die Kunststofftechnik
Im November 2017 wurde in Chemnitz ein bedeutender Beitrag zur Kunststofftechnik gewürdigt: Mirco Janßen erhielt den renommierten WAK-Preis. Die Auszeichnung honoriert herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Werkstoff- und Kunststofftechnik und unterstreicht die Rolle innovativer Forschung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.
Der WAK-Preis: Bedeutung für Wissenschaft und Industrie
Der WAK-Preis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen in der Welt der Kunststoffe. Vergeben wird er für Arbeiten, die sich durch wissenschaftliche Tiefe, hohe Praxistauglichkeit und deutliche Innovationskraft auszeichnen. Im Fokus stehen dabei Lösungen, die sowohl die Produktqualität verbessern als auch die Effizienz in der Fertigung steigern.
Besondere Beachtung findet, wenn Forschungsergebnisse direkt in industrielle Anwendungen überführt werden können – etwa in Form optimierter Verarbeitungsprozesse, neuer Maschinenkonzepte oder verbesserter Werkstoffeigenschaften. Genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich die von Mirco Janßen ausgezeichnete Arbeit.
Der Lehrstuhl für Konstruktion und Kunststoffmaschinen als Innovationsmotor
Die prämierte Arbeit entstand am Lehrstuhl für Konstruktion und Kunststoffmaschinen, einer wissenschaftlichen Einrichtung, die sich intensiv mit der Entwicklung, Auslegung und Optimierung von Maschinen zur Verarbeitung polymerer Werkstoffe befasst. Hier werden hochmoderne Methoden aus Konstruktion, Simulation und Versuchstechnik kombiniert, um Kunststoffmaschinen effizienter, zuverlässiger und ressourcenschonender zu machen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Lehrstuhls liegt in der Verzahnung von Theorie und Praxis. Studierende und Forschende arbeiten eng mit Industriepartnern zusammen, um reale Herausforderungen aus der Produktion aufzugreifen. Die Auszeichnung von Mirco Janßen ist ein sichtbares Ergebnis dieser strategischen Ausrichtung: Forschung mit klarem Praxisbezug, die einen messbaren Mehrwert für Unternehmen bietet.
Forschungsschwerpunkt: Konstruktion und Optimierung von Kunststoffmaschinen
Im Mittelpunkt moderner Kunststoffverarbeitung steht die kontinuierliche Weiterentwicklung der Maschinen- und Anlagentechnik. Von der Auslegung der Förderelemente über die Gestaltung der Plastifizieraggregate bis hin zur Regelung der Prozessparameter – jedes Detail beeinflusst Produktqualität, Energieverbrauch und Prozessstabilität.
Die prämierte Arbeit von Mirco Janßen setzt genau an dieser Stelle an. Im Rahmen der Forschung wurden neuartige Konstruktionsansätze und Berechnungsmethoden für Kunststoffmaschinen erarbeitet, die eine präzisere Auslegung der Prozesse ermöglichen. Dazu gehören unter anderem verbesserte Modellierungen des Schmelzeverhaltens, optimierte Geometrien von Maschinenelementen sowie Strategien zur Reduzierung von Verschleiß und Stillstandszeiten.
Die Bedeutung der 15. Duisburger Extrusionstagung
Ein wichtiger Bezugspunkt für diese Entwicklungen ist die 15. Duisburger Extrusionstagung, eine etablierte Fachveranstaltung rund um das Thema Extrusionstechnik. Dort treffen sich Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie, um aktuelle Trends, neue Maschinenkonzepte und praxisnahe Lösungen zu diskutieren.
Die Tagung bietet eine Plattform für den interdisziplinären Austausch: Von Werkstoffentwicklung über Prozesssimulation bis hin zur Automatisierung von Extrusionsanlagen. Im Rahmen solcher Veranstaltungen wird deutlich, welche Relevanz exzellente wissenschaftliche Arbeiten wie die von Mirco Janßen für die gesamte Branche haben. Sie liefern Impulse für neue Produkte, effizientere Produktionsketten und eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen.
Wissenschaftliche Exzellenz und industrielle Relevanz
Die Auszeichnung mit dem WAK-Preis zeigt, wie eng wissenschaftliche Exzellenz und wirtschaftliche Relevanz miteinander verknüpft sind. Forschungsergebnisse, die am Lehrstuhl für Konstruktion und Kunststoffmaschinen erarbeitet werden, fließen unmittelbar in industrielle Projekte ein: in die Entwicklung neuer Extrusionsanlagen, die Optimierung bestehender Produktionslinien und die Qualifikation des Fachpersonals.
Für Unternehmen der Kunststoffverarbeitung bedeutet dies handfeste Vorteile. Durch präziser ausgelegte Maschinenkonzepte können Ausschussquoten gesenkt, Material und Energie eingespart und die Prozessstabilität deutlich erhöht werden. Gleichzeitig werden neue Produktgeometrien und Materialkombinationen möglich, die bislang nur mit erheblichem Aufwand realisierbar waren.
Impulse für Nachwuchs und Fachkräfteentwicklung
Preise wie der WAK-Preis haben zudem eine wichtige Signalwirkung für Studierende und Nachwuchsforschende. Sie zeigen, dass Engagement in der Kunststofftechnik nicht nur akademisch, sondern auch gesellschaftlich und wirtschaftlich wertvoll ist. Am Lehrstuhl für Konstruktion und Kunststoffmaschinen wird großer Wert darauf gelegt, Studierende frühzeitig in Forschungsprojekte einzubinden und ihnen den direkten Kontakt zur Industrie zu ermöglichen.
Dadurch entstehen Abschlussarbeiten und Promotionen, die sowohl wissenschaftliche Fragestellungen vertiefen als auch konkrete Lösungen für industrielle Problemstellungen liefern. Die Auszeichnung von Mirco Janßen steht exemplarisch für diesen Ansatz und dient vielen Nachwuchskräften als Motivation, eigene Ideen im Bereich der Kunststofftechnik zu verfolgen.
Rückblick und Ausblick: Kunststofftechnik im Wandel
Der Rückblick auf die Veranstaltung in Chemnitz und auf die vergangenen Extrusionstagungen zeigt: Die Kunststoffbranche befindet sich in einem dynamischen Wandel. Themen wie Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, digitale Prozessüberwachung und vernetzte Produktion rücken immer stärker in den Fokus. Forschungsergebnisse, wie sie mit dem WAK-Preis gewürdigt werden, schaffen die Grundlage für diese Transformation.
Der Lehrstuhl für Konstruktion und Kunststoffmaschinen wird auch künftig eine zentrale Rolle spielen, wenn es darum geht, neue Maschinengenerationen zu entwickeln, Prozesse zu digitalisieren und innovative Werkstoffkonzepte in die industrielle Realität zu überführen. Die Auszeichnung von Mirco Janßen ist somit nicht nur Anerkennung für eine herausragende Einzelleistung, sondern auch ein Signal für die Zukunftsfähigkeit der gesamten Disziplin.
Fazit: Der WAK-Preis als Wegweiser für innovative Kunststoffmaschinen
Die Verleihung des WAK-Preises an Mirco Janßen im November 2017 in Chemnitz unterstreicht, wie wichtig qualifizierte Forschung im Bereich der Konstruktion und Kunststoffmaschinen ist. Sie zeigt, dass innovative, praxisnahe wissenschaftliche Arbeiten einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung moderner Fertigungstechnologien leisten.
In Kombination mit dem intensiven Austausch auf Veranstaltungen wie der 15. Duisburger Extrusionstagung entstehen so Impulse, die weit über die akademische Welt hinausreichen. Sie beeinflussen Produktentwicklungen, Produktionsstrategien und nicht zuletzt die Ausbildung des technischen Nachwuchses. Der Erfolg von Mirco Janßen steht stellvertretend für eine Forschungskultur, die auf Qualität, Praxisrelevanz und Zukunftsorientierung setzt.