Innovative Impulse aus Duisburg im Oktober 2018
Im Oktober 2018 setzte Duisburg ein wichtiges Zeichen für eine nachhaltigere Kunststoffwirtschaft: Die KraussMaffei Technologies GmbH intensivierte ihr Engagement in Forschung und Lehre und unterstützte damit zentrale Ziele der Anfang 2018 vorgestellten EU-Kunststoffstrategie. Die Veranstaltung bot Wissenschaft, Industrie und Studierenden eine Plattform, um gemeinsame Lösungen für die Zukunft von Kunststoffen zu entwickeln.
Hintergrund: Die EU-Kunststoffstrategie als Wegweiser
Die EU-Kunststoffstrategie verfolgt das Ziel, Kunststoffe bis 2030 deutlich ressourceneffizienter, kreislauffähiger und umweltverträglicher zu gestalten. Im Fokus stehen dabei:
- die Reduktion von Kunststoffabfällen
- der Ausbau hochwertiger Recyclingprozesse
- die Entwicklung neuer, ressourcenschonender Werkstoffe
- die Verringerung von Umwelt- und Meeresverschmutzung durch Plastik
Unternehmen wie KraussMaffei spielen eine entscheidende Rolle, da sie sowohl das technologische Know-how als auch die industrielle Umsetzungskompetenz einbringen. Die Initiative in Duisburg zeigte exemplarisch, wie Wirtschaft und Wissenschaft zusammenwirken können, um die strategischen Vorgaben der EU mit konkreten Projekten zu füllen.
KraussMaffei Technologies GmbH als Partner von Forschung und Lehre
Bereits im Sommer 2018 wurden erste Kooperationen zwischen KraussMaffei Technologies GmbH, Hochschulen und Forschungseinrichtungen gestartet. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Fragestellungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Kunststoffen:
- Materialentwicklung: Optimierung von Kunststoffrezepturen für höhere Rezyklierbarkeit
- Prozesstechnik: Effizientere und energiesparende Kunststoffverarbeitung
- Recycling: Entwicklung neuer Anlagen- und Verfahrenstechnik
- Qualitätssicherung: Sicherstellung gleichbleibend hoher Produktqualität bei Rezyklaten
Diese Zusammenarbeit ermöglichte es Studierenden und Forschenden, reale industrielle Prozesse kennenzulernen und innovative Lösungen direkt in Pilotprojekten zu erproben. KraussMaffei fungierte als Brücke zwischen Labor und Produktionslinie und stärkte so die anwendungsorientierte Lehre.
Wissenstransfer und praxisnahe Ausbildung
Die Veranstaltung in Duisburg setzte einen besonderen Schwerpunkt auf Wissenstransfer. Fachvorträge, Diskussionsrunden und Technologie-Workshops gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Kunststofftechnik. Studierende profitierten durch:
- Einblicke in moderne Maschinen- und Anlagentechnologien
- Best-Practice-Beispiele für ressourcenschonende Produktion
- direkten Austausch mit Ingenieurinnen, Technikern und Forscherinnen
- Möglichkeiten für Praxisprojekte, Abschlussarbeiten und Kooperationen
Dadurch wurde nicht nur technisches Wissen vermittelt, sondern auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und verantwortungsvolle Produktgestaltung geschärft.
Fokus Nachhaltigkeit: Vom Rohstoff bis zum Recycling
Ein zentrales Thema war die ganzheitliche Betrachtung der Kunststoff-Wertschöpfungskette. Im Sinne der EU-Kunststoffstrategie wurde diskutiert, wie Produkte bereits in der Entwicklungsphase so ausgelegt werden können, dass sie:
- materialeffizient hergestellt werden
- eine lange Nutzungsdauer besitzen
- am Ende des Lebenszyklus sortenrein trennbar und recycelbar sind
Darüber hinaus standen geschlossene Materialkreisläufe im Mittelpunkt: Rezyklate sollen zunehmend Primärrohstoffe ersetzen, ohne Abstriche bei Sicherheit, Funktionalität und Design. KraussMaffei brachte hier Erfahrung in Maschinen- und Prozesstechnik ein, um Recycling und Neuverarbeitung technisch wie wirtschaftlich attraktiv zu gestalten.
Duisburg als Standort für zukunftsorientierte Kunststoffforschung
Duisburg profilierte sich mit der Veranstaltung als moderner Standort für ingenieurwissenschaftliche Ausbildung und angewandte Forschung. Die Kooperation mit industriellen Partnern wie KraussMaffei unterstreicht den Anspruch, über die klassische Grundlagenforschung hinauszugehen und marktfähige Lösungen zu entwickeln. Damit leistet der Standort einen Beitrag zum Umbau der Kunststoffindustrie hin zu mehr Ressourceneffizienz und Umweltschutz.
Ausblick: Langfristige Zusammenarbeit und neue Projekte
Die im Jahr 2018 angestoßenen Initiativen wurden als Ausgangspunkt für eine langfristig angelegte Zusammenarbeit verstanden. Vorgesehen sind:
- vertiefte Forschungsprojekte entlang der EU-Kunststoffstrategie
- gemeinsame Lehrmodule mit engem Praxisbezug
- regelmäßige Fachveranstaltungen und Workshops
- die Einbindung weiterer Partner aus Industrie und Forschung
So soll aus einzelnen Projekten ein dauerhaftes Innovationsnetzwerk entstehen, das die Entwicklung moderner, ressourcenschonender Kunststofflösungen vorantreibt und gleichzeitig qualifizierte Fachkräfte für die Branche ausbildet.